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Gesellschaft für Systementwicklung und Informationsverarbeitung mbH

Netzabgrenzung und Informationsflusskontrolle auf der F124

Success Stories

Erfolgreiches Pilotprojekt für den Einsatz des von INFODAS und GeNUA entwickelten und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bis GEHEIM zugelassenen RSGate# (Rot/Schwarz-Gateway) auf einer Fregatte der Klasse F124

Das von den Firmen INFODAS und GeNUA gemeinsam entwickelte Produkt RSGate® hat seine erste Einzelzulassung BSIEZ-VSA-0001-2008. Die Zulassung ermöglicht einen Einsatz in allen Dienststellen der Marine (mobil und ortsfest). Das RSGate® stellt eine sichere Verbindung mit einer Informationsflusskontrolle sowohl zwischen nationalen Netzen als auch zu bestimmten internationalen und NATO-Netzen her.
Fregatte F124
Motivation: Bei der Arbeit mit Verschlusssachen unter dem Einsatz von Informationstechnik ist sicherzustellen, dass die Vorgaben des Geheimschutzes, insbesondere hinsichtlich des Schutzes vor unkontrollierter Weitergabe und Übertragung in einen niedriger eingestuften Bereich gewährleistet werden. Durch die zunehmende Vernetzung der Systeme geht die Bundeswehr - wie auch die wichtigsten Verbündeten - den Weg der Migration aller Informationssysteme in Richtung IP-basierter Kommunikation u. a. mit dem Ziel, zugelassene Verbindungen zwischen unterschiedlich eingestuften Sicherheitsdomänen zu schaffen. Dies insbesondere vor dem Hintergrund der Vernetzten Operationsführung (NetOpFü).

Die Marine konzipiert auf den neuen Schiffen wie bspw. den Korvetten K130 oder den Fregatten F125 sog. integrierte Bordnetze, an die alle Waffen- und Informationssysteme an Bord angeschlossen sind.

Die Informationen bei hochkomplexen modernen Waffensystemen - wie Sie auf den Schiffen zum Einsatz kommen - müssen unter betrieblichen und taktischen Gesichtspunkten zuverlässig getrennt werden. Bei der Aufklärung von See- und Luftzielen entstehen Daten in einem eingestuften Netz, die von Missions- und Supportsystemen verarbeitet werden müssen.

Letztlich ist selbst die Anbindung an weltweite öffentliche Netze für ein Kriegsschiff eine durchaus realistische Option, die mit der vorliegenden Lösung durchaus realistisch umgesetzt werden kann.

Hintergrund: Gemäß dem von der NATO definierten Rot/Schwarz-Prinzip müssen elektrische Leitungen, Bauteile, Geräte, Systeme, Netze usw. sicher voneinander getrennt werden. Dies betrifft zum einen eingestufte Informationen, die als Klartext in Form von Signalen verarbeitet oder übertragen werden (Rot) und zum anderen kryptierte oder als offen eingestufte Informationen (Schwarz). Während die Probleme des Zugriffs, der Bearbeitung oder der Durchleitung von roten Daten über schwarze Netze mittels VPN-Lösungen bzw. SINA-Technologie beherrscht werden, zeigt sich zunehmend die Notwendigkeit, Daten aus einem roten in ein schwarzes Netz hinein zu transferieren. Dabei sind die Daten inhaltlich zu kontrollieren und die Berechtigungen für den Transfer präzise und nachweisbar zu prüfen. Herkömmliche Firewall-Systeme filtern Daten lediglich hinsichtlich ihrer protokolltechnischen Eigenschaften wie Absender, Empfänger, verwendetem Kommunikationsprotokoll; eine inhaltliche Prüfung der übertragenen Daten wird jedoch nicht vorgenommen.

Es stellt sich also die Frage, wie eine rote Sicherheitsdomäne mit einer niedriger eingestuften schwarzen Sicherheitsdomäne verbunden werden kann und dabei eine kontrollierte sowie revisionssichere Kommunikation zwischen Systemen in beiden Sicherheitsdomänen ermöglicht wird.

Die Lösung und ihre Funktionalitäten:

Die im Rahmen einer Studie für die Fregatten der Klasse F125 konzipierten Lösungsprinzipien der Informationsflusskontrolle mittels RSGate® wurden in einem Truppenversuch an Bord einer Fregatte der Klasse F124 von INFODAS integriert. Damit wurde erfolgreich nachgewiesen, dass ein Informationsfluss auch unter Einsatz- und Lastbedingungen zuverlässig, performant und benutzerfreundlich zu steuern und zu kontrollieren ist. Der Leistungsumfang des modular aufgebauten RSGate® an Bord umfasst:
  • die automatische Prüfung von Statusmeldungen und Sensordaten, die zwischen der operativen Einsatz-Software CDS (rotes Combat Direction System) und der Automationsanlage IMCS (schwarzes Integrated Monitoring and Control System) ausgetauscht werden,
  • die exakte Prüfung der zu übertragenden Daten gegen ein im Sicherheitsfilter hinterlegtes und konfigurierbares Regelwerk (?byte-genau?) sowie die damit kontrollierte Weiterleitung der Daten,
  • die manuelle Freigabe von E-Mails (Dateiübertragung als E-Mail-Anhänge (SMTP)) eines Benutzers in einer roten Sicherheitdomäne an einen Empfänger in einer schwarzen Sicherheitsdomäne, zum einen durch eine vertrauenswürdige Darstellung ("what you see is what you sign"-Prinzip) und zum anderen auf die Abgrenzung unterstützter Dateiformate wie TXT, ADatP-3, BMP oder RTF,
  • den Schutz vor Angriffen aus dem schwarzen Netz durch eine integrierte Firewallfunktionalität,
  • die Verifikation der angebrachten Signaturen mittels des zentralen Sicherheitsfilters sowie die integrierten Funktionen zur sicheren Administration der Komponenten.
Letztlich ist selbst die Anbindung an weltweite öffentliche Netze, wie das Internet, für ein Kriegsschiff eine
durchaus realistische Option. Nach dem von der NATO definierten Rot/Schwarz-Prinzip müssen dazu elektrische Leitungen, Bauteile, Geräte, Systeme, Netze usw. voneinander getrennt werden. Dies sind zum einen eingestufte Informationen, die als Klartext in Form von Signalen verarbeitet oder übertragen werden (Rot), zum anderen kryptierte oder als offen eingestufte Informationen (Schwarz).

Es stellt sich also die Frage, wie man ein rotes Netz mit einem schwarzen Netz verbinden und dabei eine kontrollierte sowie sichere Kommunikation zwischen Systemen in beiden Netzen ermöglichen kann. Dabei ist jede unkontrollierte Datenübertragung aus einem roten Netz in ein schwarzes Netz zuverlässig zu unterbinden. Eine Kopplung von roten und schwarzen Netzen ist prinzipiell nur zulässig, wenn sichergestellt ist, dass aus dem roten Netz nur solche Informationen ins schwarze Netz übertragen werden, die aufgrund ihrer Einstufung dort verarbeitet werden dürfen.

Während die Probleme des Zugriffs, der Bearbeitung oder der Durchleitung von roten Daten über schwarze Netze mittels Tunnelung bzw. Kryptierung dieser Daten beherrscht werden, zeigt sich zunehmend die Notwendigkeit, Daten nicht nur über ein schwarzes Netz hinweg, sondern aus einem roten in ein schwarzes Netz hinein zu transferieren. Dabei sind die Daten inhaltlich zu kontrollieren und die Berechtigungen für den Transfer präzise und nachweisbar zu prüfen. Herkömmliche Firewall-Systeme filtern Daten lediglich hinsichtlich ihrer protokolltechnischen Eigenschaften wie Absender, Empfänger, verwendetem Kommunikationsprotokoll; eine inhaltliche Prüfung der übertragenen Daten wird jedoch nicht vorgenommen.

Im Rahmen von IT-Sicherheitskonzepten wurde die INFODAS GmbH bereits mehrfach vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) mit der Analyse bzw. Konzeption vorschriftenkonformer Informationsflusskontrollen beauftragt. Auf Basis dieser Projekte wurde von INFODAS in Kooperation mit dem deutschen Firewall-Hersteller GeNUA ein zuverlässiges IT-Sicherheitsgateway, das RSGate® (Rot/Schwarz-Gateway), entwickelt, welches an den Schnittstellen zwischen rotem und schwarzem Netz einzusetzen ist. Die nach CC EAL 4+ zertifizierten GeNUGates übernehmen dabei den Netzschutz sowie die Protokollprüfung. Mittels der von INFODAS entwickelten Lösung ist RSGate® in der Lage, den Inhalt der übertragenen Daten zu kontrollieren:
Bevor Informationen aus dem roten Netz in das schwarze Netz versendet werden, muss durch den Benutzer oder eine von ihm veröffentlichte Prüfroutine sichergestellt werden, dass es sich hierbei ausschließlich um niedrig eingestufte Informationen (Geheimhaltungsgrad "offen" oder "VS-NfD") handelt.

Die im Rahmen einer Studie für die Fregatten der Klasse F125 konzipierten Lösungsprinzipien des RSGate® integrierte INFODAS in einem Truppenversuch an Bord einer Fregatte der Klasse F124, um den Informationsfluss auch unter Einsatz- und Lastbedingungen zuverlässig, performant und benutzerfreundlich zu steuern und zu kontrollieren. Der Leistungsumfang des modular aufgebauten und vom PZITSichhBw bei der WTD 81 nach ITSEC E3/hoch evaluierten RSGate® an Bord der Fregatte umfasst
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